Samstag, 16. Juli 2016

Rubinrot - Buch vs. Film


Hallo ihr Lieben und willkommen zu einem neuen Blogbeitrag!
Vor wenigen Wochen habe ich mit der lieben Debbie (auf Instagram: lunatic.booklover) einen Podcast zum Thema "Rubinrot" gemacht. Dabei haben wir das Buch und den Film verglichen. Es hat super viel Spaß gemacht und da ich so ein großer Edelsteintrilogie-Fan bin, habe ich mir gedacht, dass ich das mal als Blogbeitrag, für jeweils alle drei Bücher mache.


Handlung
Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16-jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Das man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!


 Die Unterschiede
Zuallererst möchte ich mit den Unterschieden zwischen Buch und Film beginnen...
1. Der Prolog
Der Prolog in Rubinrot beginnt bei beiden mit Lucy und Paul. Allerdings befinden sich die beiden im Buch schon in der Vergangenheit, während sie im Film gerade erst fliehen. (Die Filmszene im Film finde ich dabei sogar spannender, weil gleich zu Anfang "Action" vorhanden ist.)
2. Das Aufeinandertreffen von Gwen und Gideon
Ja, im Buch muss man leider ein wenig warten bis Gideon und Gwen sich endlich mal treffen. Im Film ist das ganz anders. Da begenen sich die beiden schon gleich am Anfang auf Charlottes Geburtstagsfeier.
3. Die Geister
Gwen kann im Buch schon seit ihrer Kindheit Geister sehen und hatte selbst als kleines Mädchen einen Wasserspeierdämon als "Freund". Außerdem kennt sie James seit dem ersten Tag an der Saint Lennox, während sie im Film erst an ihrem Geburtstag merkt, dass sie Geister sehen kann.
4. Gwen's zweiter Zeitsprung
Im Buch wird sie in der Vergangenheit von einem Dienstmädchen entdeckt und begibt sich danach auf eine Verfolgungsjagt durch das Haus.
Im Film trifft sie ihren Großvater und ACHTUNG!!! sie haben einen Fehler gemacht. Als Gwen bei ihrem Großvater landet, sind Lucy und Paul gerade geflohen, was bedeutet, dass Gwen schon auf der Welt ist. Und wie Kerstin Gier im Buch so schön betonte: Man kann nicht innerhalb seines Lebens in die Vergangenheit reisen!
5. Caroline
Gwen's kleine Schwester, die im Buch so knuffig und süß beschrieben wurde, haben sie im Film ausgelassen...(was ich sehr schade finde)
6. Robert
Der kleine Geisterjunge, der im Buch der verstorbene Sohn von Dr. White ist, ist im Film der verstorbene Bruder von Gwendolyns Großvater Lucas.
7. Vertauschte Zeitsprünge
Warum das gemacht worden ist verstehe ich bis heute nicht. Im Buch reisen Gwen und Gideon als erstes zum Grafen und dann zu Lady Tilney, wo sie auch Lucy und Paul antreffen. Im Film wurde es einfach umgedreht worden. (Wahrscheinlich um die Spannung aufzubauen, durch die Szenen im Hyde Park)
8. Hinzugefügte Szene
Die suche nach den Prophezeihungen wurden im Film hinzugefügt. Im Buch kam dies nämlich gar nicht vor. Dafür gibt es aber eine Erklärung, die auch gleich ein paar andere Unterschiede erklärt. Die Drehbuchautorin Katharina Schöde erklärte dabei, dass sie es ein wenig ändern mussten, weil sie nicht wussten ob sie nach Rubinrot überhaupt weiterdrehen können. Das heißt Rubinrot sollte auch als ein einzelner Film durchgehen können. Somit haben sie diese Szenen eingebaut um den Zuschauern zu zeigen, das Gideon anfängt, die Loge zu hinterfragen und Gwen zu vertrauen.
9. Der Kirschblütenball
Ebenfalls nicht im Buch zu finden. Dafür aber im Film eine wirklich schöne Idee, wie ich finde! Die Erklärung für diese Szene, findet sich bei 8. wieder. Sie brauchten quasi ein "Happy End".


Die Besetzung
http://3.bp.blogspot.com/-3x9vX5ZO2wE/Tzgk7fRHhVI/AAAAAAAAApA/otpUmocqaEE/s1600/Family.jpg
l.-r.: Jennifer Lotsi (Leslie), Maria Ehrich (Gwen), Jannis Niewöhner (Gideon), Laura Berlin (Charlotte)
Ich persönlich finde die Besetzung vom Film total gut! 
Maria Ehrich ist für mich die perfekte Gwen. Sie verkörpert Gwens Humor und Tollpatschigkeit, so wie ich es mir auch im Buch vorgestellt habe und auch vom Aussehen her passt sie super in die Rolle. Ich glaube eine bessere Gwen konnten sie nicht bekommen!
Jannis Niewöhner als Gideon finde ich ebenfalls perfekt und das vor allem weil Maria und er so gut zusammen harmonieren.
Laura Berlin verkörpert die Charlotte, wie man sie sich eigentlich vorgestellt hat. Hochnäsig, gerade Haltung, arrogant und ein wenig selbstverliebt. Zum Glück ist sie in echt gar nicht so, doch in ihrer Rolle ist sie die ideale Charlotte.
Auch Jennifer Lotsi als Leslie mag ich sehr. Leslie wird zwar eigentlich blond beschrieben, aber ich finde es ehrlich gesagt gar nicht schlimm, dass Jennifer es nicht ist. Für mich sieht sie aus wie eine Leslie (auch wenn sich das komisch anhört). Auch von ihrer ganzen Art und wie sie spielt, finde ich passt sie perfekt da rein.
Und um auch noch ein paar andere Rollen zu erwähnen: Ich finde alle sehr passend! Katharina Thalbach als Tante Maddy ist das Highlight. Und auch Madame Rossini, die von Justine del Corte gespielt wird liebe ich sooo sehr *-* Man kann sie einfach nur ins Herz schließen. 
Die einzige Rolle mit der ich nicht zufrieden bin, ist Veronica Ferres als Grace Montrose. Für mich passt sie einfach nicht in die Rolle...


Drehorte/ Kulissen
https://media-cdn.tripadvisor.com/media/photo-s/01/2d/ae/1f/schloss-ehrenburg-coburg.jpg
Schlossplatz Coburg (Saint Lennox)
Die Drehorte und Kulissen wurden perfekt gewählt! Während nur eine Woche des ganzen Filmes in London gedreht wurde, suchte man in Deutschland nach guten Schauplätzen, was sehr gelungen ist! Dazu llt es nicht mal auf, dass die meisten Drehorte sich tatsächlich nicht in London befinden.
Es wurde unter anderen in Mühlhausen/Thüringen, Eisenach, Weimar, Köln, Aachen, Jülich, Coburg und Bayreuth gedreht. Die Drehorte mussten einerseits zur Londoner Architektur passen, gleichzeitig auch der jeweiligen Zeitepoche entsprechen.
Das Hauptquartier der Wächter sollte einer mittelalterlichen Festungsanlage gleichen. Filmarbeiten für Szenen im „Drachensaal“ fanden im Festsaal der Wartburg bei Eisenach statt.
Die Filmsequenz Weihnachten 1942, als Gwendolyn und Gideon in das Observatorium der Geheimloge einschleichen, wird von Regisseur Felix Fuchssteiner wie folgt beschrieben: „Letztlich klettern Gwen und Gideon in der Wartburg die Treppe hoch, sind dann in Aachen im Observatorium, Gwen fällt aus dem Observatorium raus nach Coburg in den Innenhof, geht durch die Tür und kommt in Jülich an.“ Vor allem in dieser Szene bewundere ich es sehr, dass man die verscheidenen Kulissen so gut kombinieren konnte, dass man davon als Zuschauer gar nichts merkt.
(Quelle: Wikipedia)

Meine Meinung zum Film

Ich persönlich muss zugeben, dass ich Rubinrot liebe! Der Film ist superschön gemacht und mir das Feeling wie im Buch vermittelt. Alles war sehr rustikal, mystisch und geheimnisvoll. Vor allem durch die Räume der Loge, kam das perfekt zum Ausdruck. Wie im Buch, konnte ich oft lachen, denn die Späße, welche Kerstin Gier gemacht hat, wurden auch im Film nicht vernachlässigt. Das der Film vom Buch abweicht stört mich überhaupt nicht. Es sind kleine Überraschungseffekte, die den Film noch spannender machen. Dazu sehe ich eh immer ein Buch als Buch und einen Film als Film. Ich trete Buchverfilmungen deshalb immer ganz locker gegenüber. Das wichtigste ist das der rote Faden erkennbar ist. In diesem Fall: Das Zeitreisen, die Missionen und Gwen und Gideons Liebe. Es kann nicht alles 1 zu 1 sein. Das geht einfach nicht. Und mal ehrlich: Dann wäre das ja auch alles ganz schön langweilig oder?
   
Wie seht ihr das denn so mit den Buchverfilmungen?

Ich hoffe dieses Special hat euch gefallen. In Kürze kommen auch die Specials über Saphirblau und Smaragdgrün.
Habt noch einen tollen Samstag! 
Miri :)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen