Dienstag, 17. Mai 2016

Rezension zu "Eine Handvoll Worte"

Autorin: Jojo Moyes
Verlag: Rowohlt
Seiten: 573
Empfohlenes Alter: ab 14
ISBN: 978-3499267765
Preis: 14,99€





Inhalt
Du sollst wissen, dass du mein Herz in deinen Händen hältst

1960. Jennifer Stirling müsste eigentlich glücklich sein: Sie führt ein sorgloses Leben an der Seite ihres wohlhabenden Mannes. Doch ihr Herz gehört einem anderen – und er bittet sie, alles für ihn aufzugeben.

2003. Ellie Haworth hat ihren Traumjob gefunden: Sie ist Journalistin bei einer der führenden Zeitungen Londons. Eigentlich müsste sie glücklich sein. Doch der Mann, den sie liebt, gehört einer anderen.

Eines Tages fällt Ellie im Archiv ein Jahrzehnte alter Brief in die Hände: Der unbekannte Absender bittet seine Geliebte, ihren Ehemann zu verlassen und mit ihm nach New York zu gehen. Als Ellie diese Zeilen liest, ist sie erschüttert. Was ist aus den beiden und ihrer Liebe geworden? Sie stellt Nachforschungen an und stößt auf Jennifer: eine Frau, die alles verloren hat. Alles, außer einer Handvoll kostbarer Worte.

Wer die Liebe nicht kennt, kennt nichts. Wer sie hat, hat alles. 


Handlung
Die Handlung beginnt mit dem Prolog, 2003 in London. Gleich zu Anfang lernt man Ellie Haworth kennen. Während sie eigentlich ein glückliches Leben führen könnte, ist die junge Journalistin verzeifelt, denn obwohl sie einen begehrten Job hat und sich über nichts beklagen kann, gibt es einen Punkt in ihrem Leben, worüber sie unglücklich ist. Die Liebe.
Sie hat sich, wie sie selbst findet, hoffnungslos in einen der Bestsellerautoren verliebt und mit ihm eine Affäre begonnen. Das Schlimme daran: Er ist verheiratet und hat Kinder. Während Ellie's Freunde ihr raten, die Affäre zu beenden, ist Ellie davon überzeugt, dass John bald seine Frau für sie verlassen wird, doch dieser hat es nicht im geringsten vor. Das einzige was ihr also bleibt sind kurzgebundene SMS und ein paar Nächte zusammen, wenn er mal wieder in London ist.
Während sie für ihre Arbeit nach einem neuen Thema für ihren Artikel sucht, stößt sie auf einen alten Liebesbrief, der sie zu Tränen rührt. Und plötzlich sieht sie für sich eine Aufgabe: Sie will herausfinden, wer diesen Brief geschrieben hat und an wem er gerichtet war!

In Teil 1 und 2 der Handlung, befinden wir uns im Jahr 1960 und lernen Jennifer Stirling kennen. Nach einem schweren Autounfall, hat diese ihr Gedächtnis verloren und kann sich an fast nichts mehr erinnern. Während sie versucht sich wieder in ihre Ehe, mit einem noch für sie "fremden" Mann einzufinden, findet sie Briefe. Briefe, die ihr Herz berühren und plötzlich weiß sie, dass diese an sie waren gerichtet waren. Doch sie kann sich nicht an den Mann erinnern, der sie geschrieben hat. Mit der Zeit wird Jennifer klar, dass sie ihren Ehemann nie geliebt haben muss, sondern immer nur den Mann, der die Briefe geschrieben hat. Boot.
Während der Handlung hat man immer kleine Zeitsprünge, wo man Jennifer vor dem Unfall kennenlernt. Sie ist unglücklich mit ihrer Ehe und lernt irgendwann durch ein Dinner von ihrem Mann Antony O'Hare kennen. Ein Journalist, der ihr nicht mehr aus dem Kopf geht. Antony geht es genauso und so fangen sie an sich Briefe zu schreiben. Beide verlieben sich ineinander, doch auch sie wissen, dass ihre Liebe unter keinem guten Stern steht.

Meinung
Nun habe ich auch ein weiteres Buch von Jojo Moyes gelesen und bin begeistert! Es ist wirklich wundervoll.
Aber fangen wir am Anfang an: Dieser konnte mich nämlich gar nicht so richtig überzeugen. Über die ersten 100 Seiten hat sich das Buch sehr gezogen. Es ist nichts richtiges passiert und es wurde auch erstmal viel drum herum geredet. So kamen gleich zu Anfang bei mir schon sehr viele Fragen auf, die unbeantwortet blieben. Vorerst. Die Handlungen, sowie die Gespräche um Wirtschaft und Politik, waren größtenteils langweilig und gehörten für mich nicht zu der Geschichte. So hätte man zum Beispiel Teil 1 viel kürzer fassen können.
Allerdings wurde es Ende Teil 1, Anfang Teil 2 immer besser! Endlich kam Spannung und Liebe in die Handlung und ich habe sehr mit Jennifer und Antony mitgefiebert und mir gewünscht, dass sie zueinander finden.
Die Briefe, die sich beide schrieben, waren sehr bewegend und so habe ich öfters mal ein paar Tränchen verdrückt, weil diese wirklich sehr berührend geschrieben waren. Und wie auch schon Ellie im Jahr 2003 meinte: "Welcher Mann schreibt heute noch so romantische, wunderschöne und lange Liebesbriefe?" - Eigentlich keiner mehr.
Auch die Situation der beiden war so schwierig, dass es die Geschichte gleich schon wieder herzzerreißend machte! Während Antony Single war, war Jennifer verheiratet und für eine Frau von damals gehörte es sich nicht seinen Mann zu verlassen. Sie musste ihn auch nicht lieben. Sie musste einfach an seiner Seite gut aussehen. Und ihr Mann war so mächtig, dass sie ihn nicht verlassen konnte. Das hat, auch mir persönlich, am meisten bei der ganzen Sache geschmerzt und die beiden taten mir unglaublich Leid.
Trotzdem schaffte Jojo Moyes immer wieder, beide durch Zufälle zusammen zu bringen und ich sag mal so: So viele Zufälle kann es gar nicht geben! Da gehört wirklich Glück dazu.
Zu den Protagonisten kann ich sagen: Ich mochte beide sehr. Jennifer war sehr, sehr stark und eine Frau mit tollen Charakter und einem großen Herz und Antony ebenfalls. Er war auch im Gegensatz zu anderen Männer sehr romatisch und zeigte seine Gefühle ganz offen, was früher eigentlich nicht Mode war. Das habe ich an ihm sehr bewundert.

Nun kommen wir auch mal zu der Geschichte von Ellie. Ellie konnte ich am Anfang nicht so richtig leiden, da sie total vernarrt in John war und insgeheim wollte, dass er seine Frau verlässt, was schon wirklich ziehmlich gemein ist, denn ihr waren die Gefühle von Johns Frau vollkommen egal. Trotzdem hat sie sich während der Handlung sehr gebessert und hat zu Glück verstanden, dass Affären nicht für immer glücklich machen können. Mit am besten fand ich die Szenen mit Ellie und Jennifer. Als Jennifer ihre Liebesgeschichte erzählt hat, hat es mich zu Tränen gerührt. Auch als Ellie versucht hat Antony zu finden und dafür alles getan hätte um herauszufinden, wo er ist, fand ich toll. Das hatte dem Buch gleich nochmal so viel Spannung und Emotionen gegeben.

Auch der Schreibsti von Jojo Moyes ließ sich sehr gut lesen, sodass ich die letzten 200 Seiten durchlesen musste, weil es so gut war!

Fazit
"Eine Handvoll Worte" ist ein wunderschönes, romantisches und sehr ergreifendes Buch über zwei Frauen, die nach der großen Liebe suchen. Jojo Moyes hat es unglaublich gut umgesetzt und bis auf den Anfang bin ich total begeistert.
Deshalb gebe ich dem Buch 4/5 Sterne! 

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