Sonntag, 24. April 2016

Rezension zu "Der Vorleser"

Autor: Bernhard Schlink
Verlag: Diogenes
Seiten: 207
Empfohlenes Alter: ab 15
ISBN: 978-3257229530
Preis: 10,00€



Inhalt
Sie ist reizbar, rätselhaft und viel älter als er … und sie wird seine erste Leidenschaft. Sie hütet verzweifelt ein Geheimnis. Eines Tages ist sie spurlos verschwunden. Erst Jahre später sieht er sie wieder. Die fast kriminalistische Erforschung einer sonderbaren Liebe und bedrängenden Vergangenheit.

Handlung
Teil 1
Als Michael Hanna kennenlernt ist er gerade mal 15 Jahre alt. Hanna ist dagegen schon 36. Er fühlt sich zu ihr hingezogen und auch Hanna ist nicht abgeneigt von ihm. So fangen sie nach und nach eine Affäre miteinander an. Allerdings kommt es oft zum Streit, denn Hanna kann sich Michael nicht öffnen und wird dazu auch viel zu schnell sauer und verlangt viel von ihm. Michaels Leben stellt sich völlig auf den Kopf. Er wird selbstbewusster und lockerer im Umgang mit Mädchen.Er interessiert sich aber nur für Hanna. Doch die ist eines Tages verschwunden.

Teil 2
Sieben Jahre sind vergangen. Michael studiert nun Rechtswissenschaften und lebt sein Leben weiter. Ohne Hanna. Doch er konnte sie nie vergessen. Alle Frauen vergleicht er mit ihr und keine scheint so zu sein wie sie.
Allerdings hätte er sich ein Wiedersehen ganz anders vorgestellt als es war. Beide treffen sich im Gericht wieder und während Michael wegen seinem Studium nur im Publikum sitzt ist Hanna eine der angeklagten KZ Mitarbeiter.
Michael ist verwirrt und weiß nicht mehr, was er von Hanna halten soll. Er will sie verstehen können, aber kann es nicht. Hanna hat sich verändert. Und dann erfährt er ihr großes Geheimnis...

Teil 3
Hanna hat ihre Jahre im Gefängnis abgesessen und kann bald endlich wieder auf eigenen Beinen stehen. Michael, der während dieser Zeit ihr immer Hörbuchkasetten von sich geschickt hatte, möchte ihr dabei helfen, sich wieder ein Leben aufzubauen. Mittlerweile hat er ihr verziehen, da er weiß das Hanna alle Schuld auf sich genommen hat, ohne mit der Wimper zu zucken. Doch am Ende kommt alles ganz anders und Michael steht wieder allein da.

Meinung
Zuallererst muss ich sagen dass ich dieses Buch nicht freiwillig gelesen habe. Es war ein Schulbuch welches ich lesen musste.
Vielleicht war es ja das beste, was wir je gelesen haben, aber trotzdem hat es mich nicht ganz überzeugt.

Trotzdem fange ich erstmal mit etwas positiven an. Die Geschichte war mal etwas ganz anderes und durch den Altersunterschied fand ich persönlich es sehr interessant zu sehen, ob sowas überhaupt funtionieren kann. Allerdings hat es gleichzeitig wieder etwas negatives, denn ich fand es auch ehrlich gesagt ein wenig abstoßend. Michael war erst 15 und Hanna hat ihn als 36-jährige quasi missbraucht, auch wenn er es von seiner Seite vielleicht auch wollte, doch ich kann diese Gefühle, die er hier in diesem Buch hat einfach nicht nachvollziehen, da es ein sehr schwieriges Thema in diesem Bezug ist.
Die Entwicklung von Michael hat mich wiederrum ein wenig überrascht. Ich hätte nie gedacht, dass auch so einem kleinen und lieben Jungen ein so gefühlskalter Mann entstehen kann. Zwar hätte ich es ein wenig vermutet, aber das Hanna ihn so verändert hat, hätte ich nie geglaubt.
Weiter in der Geschichte, hat sie sich vor allem im zweiten Teil so sehr gezogen. Dieser war auch gleichzeitig, der Gerichtsteil, wo tatsächlich jedes kleinste Detail besprochen wurde und das war einfach nur öde...
Am Ende ging es dann mal kurz wieder Berg auf aber auch nicht so sehr. Ich war ein wenig schockiert, aber nicht so, dass es mich ergriffen hätte, weil so viel schon im Vorraus passiert war, dass man sich es hätte denken können.

Alles in allem fand ich persönlich auch den Schreibstil nicht ganz so meine. Bernhard Schlink, beschreibt für den Leser zwar jedes Detail sehr genau, aber manchmal, wurde es einfach in die Länge gezogen.

Fazit
Ich kann dem Buch leider nur 2,5/5 Sterne geben. 

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