Montag, 1. Februar 2016

Rezension zu "Der Winter erwacht"

Autorin: C.L. Wilson
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 381
Empfohlenes Alter: ab 14
ISBN: 978-3-404-20800-5
Preis: 9,99€






Inhalt
Die Sommerprinzessin Chamsin kann nicht glauben, was ihr Vater von ihr verlangt: Sie soll Wynter Atrialan heiraten. Den Mann, der ihre geliebte Heimat mit einem grausamen Krieg überzog. Der das Reich durch seine Magie im ewigen Winter erstarren ließ. Und der jetzt als Tribut eine Sommerprinzessin fordert. Niemals! Lieber stirbt sie, als ihn zu heiraten. Sie ahnt nicht, dass ihr Vater sie tatsächlich vor diese Wahl stellen wird ...  

Handlung
Nach einem tragischen Unglück, wird Chamsin von ihrem Vater in die verlassenen Räume des schlosses verbannt und muss da ein einsames Leben leben, denn Chamsins Gabe ist viel zu stark und unberechenbar. Das einzige was ihre Freude bereitet, sind die Besuche ihrer drei Schwestern, ihrer Amme und ihrem Bruder.
Drei Jahre nachdem der Winterkönig, Sommerfels den Krieg erklärt hat, kommt es nun zur Kapitulation des Sommerkönigs, doch die Forderungen des Winterkönigs sind klar: eine Vereinigung der Königreiche wird Frieden bringen. Das bedeutet, der Sommerkönig muss eine seiner geliebten Töcher Frühling, Sommer oder Herbst hergeben, denn sie sind seine größten Schätze und geben dem Winterkönig den verlorenen Erben wieder. Doch dies will der Sommerkönig nicht zulassen und zwingt letztendlich Chamsin, seine jüngste und verhasste Tochter, sich mit Wynter Atrialan, dem Winterkönig, zu vermählen. 

Meinung
Das Buch war ganz anders als ich es mir vorgestellt habe. 
Das fing schon beim ersten Kapitel, beziehungsweise beim Prolog an. Anfangs war ich sehr verwirrt, weil so viele ungeklärte Dinge in den Raum geworfen wurden, die für einen überhaupt keinen Sinn ergaben, doch nach ein paar Seiten hatte ich mich schnell daran gewöhnt.

Das nächste an das ich mich gewöhnen musste war der Schreibstil.
Bisher habe ich noch nicht allzu viele Bücher gelesen, die NICHT aus der Ich-Perspektive, sondern aus der Erzähler-Perspektive erzählt wurden, weshalb es erstmal eine kleine Umstellung war. Trotzdem ist der Schreibstil von C.L. Wilson unglaublich gut, sodass ich mich auch da sehr schnell daran gewöhnt habe. Die einzigen kleinen Haken sind die Namen, die wirklich sehr schwer zu lesen sind...
Erzählt wurde abwechselnd aus Chamsins und Wynters Sicht.
  
Die Story an sich finde ich unglaublich gut erzählt. Von Anfang an war eine gewisse Spannung da, weil ich die Zusammenhänge verstehen wollte, besonders auf den Bezug zu ihrem Vater. Ich fande es so grausam, wie ein Vater seine Tochter so sehr hassen kann, dass man nicht mal vor den schrecklichsten Taten zurückschreckt. Diese Stellen haben mich auch tatsächlich zum weinen gebracht.
Weiterhin war bis zum Ende Spannung vorhanden.

Die Protagonistin, Chamsin, mochte ich persönlich sehr, da sie tzrotz aller schlimmen Erlebnisse und Erfahrungen ein so fröhlicher und herzlicher Mensch war und eine gute Seele hat. Außerdem ist sie eine wahre Kämpferin und eine Rebellin, was ich sehr an ihr mag. Sie lässt sich nichts vorschreiben.
Zu Wynter kann ich sagen, dass ich aus ihm nicht wirklich schlau werde, denn einmal ist er kalt und abweißend, auf der anderen Seite ist er um das Wohl seines ganzes Volkes besorgt, kümmert sich um alles und ist wie ein Held und liebevoll zu Chamsin und dann gibt es auch noch diese leicht wilde Seite, wo er mir vorkommt wie ein Wolf und letztere ist wirklich sehr komisch.
Die weiteren Nebencharaktere wie Valik-Wynters Freund und General,Chamsins Vater und noch ein ganz paar andere sind für mich total unsympatisch. Ihre Schwestern allerdings hatte ich sofort ins Herz geschlossen.

Trotz all den positiven Sachen, hatte ich das Gefühl, dass irgendwie etwas gefehlt hat...

Fazit
"Der Winter erwacht" ist ein tolles Buch, dass ich wirklich empfehlen kann, allerdings hat es mich nicht ganz vom Hocker gerissen, weshalb ich 4/5 Sterne gebe.  

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